"Pflichtenheft" für meine Gartenbahn
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Die folgenden Planungsgrundsätze sollen für meine Freilandanlage umgesetzt werden: Das Gleis1. FahrspannungDie grundlegende und alles beherrschende Überlegung für meine Gartenbahn ist es, keine Fahrspannung am Gleis liegen zu haben, denn ich möchte auf meiner Außenanlage fahren und nicht Gleise putzen! Verschmutzte bzw. durch Live-Steam Betrieb verölte Gleise und / oder korridierte Schienenverbinder sind für elektrisch betriebene Fahrzeuge niemals wirklich dauerhaft kontaktsicher.
Deshalb werden auf meiner Gartenbahn ausschließlich Live-Steam Modelle
und auf Akku-Betrieb und RC-Steuerung umgebaute Triebfahrzeuge von den
gängigen Herstellern verkehren. Vielleicht wird auch irgendwann einmal
ein Echt-Diesel Fahrzeug dazu kommen.
2. GleismaterialEs werden bevorzugt Lehmann-Gleise verwendet, dabei gilt: Bogen:
engster erlaubter Radius: R3 (Nr. 16000) Weichen:
alle mit Streckenloks zu befahrende Weichen: R3, 22,5 Grad (Nr. 16050
/ 16150)
3. Gleisverlegung, Steigungen
Der Kauf meiner Kohle-Lok BR 99 6001-4 von Kolb hat aus praktischen Überlegungen zu neuen Kriterien bei der Gleisverlegung geführt.
Gas gefeuerte Lokomotiven benötigen immer wieder Betriebspausen zum
Auffüllen des Gases nach Verlöschen des Brenners, oft verbunden
mit einer Ruhephase zum Abkühlen des Gastanks. (Ist dieser zu
heiß, bekommt man kaum Gas aus einer
handelüblichen Kartusche in den Tank der Lokomotive, falls man
keine Entlüftung vorgesehen hat.)
Im Gegensatz dazu bleiben mit Kohle gefeuerte Maschinen permanent auf
dem Gleis, da sie unter Dampf mit Wasser versorgt werden und durch
Nachlegen von Kohle das Feuer für längere Zeiträume am
Brennen gehalten werden können (siehe Foto).
Diese häufig wiederkehrenden Tätigkeiten und die Beobachtung des Feuers sind auf einer "Bodenanlage" auf Dauer mühsam und beschwerlich, besonders dann, wenn mit zunehmendem Alter die Augen und die Beweglichkeit schlechter werden. Aus den genannten Gründen habe ich deshalb beschlossen meine Anlage aufgeständert zu bauen, da mein Reihenhaus-Garten absolut eben ist und größere Erdbewegungen aus mehreren Gründen ausscheiden.
Die Anlagenoberfläche wird aus schichtverleimtem Sperrholz bestehen,
der Unterbau aus einem Metallständerwerk.
Am 03.07.2000 erfolgte endlich der erste Spatenstich zum Bau der
"Speyerer-Lokal-Bahn" (SLB)!
Wenn die ersten Fotos zur Verfügung stehen, wird es eine eigene Seite über die Baufortschritte der Anlage geben. Bis dahin bitte ich um etwas Geduld!
Ursprüngliche Überlegungen: Kein Beton-Unterbau, die Gleise werden in Schotter verlegt und eventuell mit Häringen gegen seitliches Verrutschen gesichert. Die Streckengleise werden soweit es geht ausnivelliert, um Steigungen bzw. Gefälle zu vermeiden. Eventuell gibt es eine Stichstrecke mit Steigung hin zu einem höher gelegenen Anheizbereich.
Soweit meine bisherigen Überlegungen. Weitere Anregungen aus dem Leserkreis sind willkommen!
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© M. Detzner, Speyer, 1999 |
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